Das spanische Rechtssystem

Honorare und Kostentragung

Eine besonders wichtige Angelegenheit sind natürlich die Anwalts- und Prozessvertreterkosten sowie die und Prozesskosten. Die Rechtsanwaltshonorare richten sich nach einer Kombination aus Stundensätzen, Streitwert und Verfahrenskriterien. Früher gab es in Spanien Mindestsätze der Rechtsanwaltskammern, die aber abgeschafft wurden. Die Mindestsätze werden nur noch bei der Auferlegung der Kostentragung am Gericht verwendet. Heutzutage darf jeder Rechtsanwalt seine Honorare frei mit dem Mandanten vereinbaren.

Selbstverständlich möchten alle Mandanten anfänglich eine Kostenabschätzung haben. Bedauerlicherweise erweist sich eine Kostenabschätzung leider als recht kompliziert, da der Rechtsanwalt unmöglich alle Probleme und Komplikationen absehen kann, die später auftreten können. Daher sollte man stets bedenken, dass eine Kostenschätzung nur eine Richtlinie sein kann. Ebenfalls sollte man beachten, dass Beratungen in der Kanzlei nicht kostenlos gratis sind.

Mit dem Prozessvertreter verhält es sich anders. Prozessvertreter richten sich nach einer gesetzlichen und festen Gebührentabelle (aranceles), die nicht geändert werden darf.